Initiative Markengemeinschaft
Der Wettbewerb verändert sich. Produkte und Leistungen werden vergleichbarer, der Preisdruck wächst. Gleichzeitig drängen internationale Anbieter mit niedrigeren Kostenstrukturen in etablierte Märkte und werben zunehmend auch um Händler und Vertriebspartner. Hinzu kommen integrierte Geschäftsmodelle, die Vermarktung, Kundenzugang, Produkt, Installation und Service unter einer Führung verbinden. Sie können zentral steuern und entsprechend schnell und konsequent handeln und sie nutzen Investorengelder für riesige Werbebudgets.
Für deutsche Markenunternehmen stellt sich deshalb eine wichtige Frage: Wie sichern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, wenn der Preis allein nicht die Antwort sein kann?
Eine besondere Stärke liegt in der Verbindung zweier Welten. Die Marke schafft Bekanntheit, Orientierung und Vertrauen. Sie unterstützt ihre Partner mit starken Produkten, Marketing, Know-how und Infrastruktur. Die selbstständigen Unternehmer bringen persönliche Kundenbeziehungen, individuelle Beratung, lokale Vertrautheit, Service und eigenes unternehmerisches Engagement ein.
Entscheidend ist jedoch nicht allein, was beide Seiten einbringen, sondern wie gut sie zusammenspielen. Wenn Marke und Partner gemeinsame Werte und Ziele verfolgen, sich gegenseitig stärken und das Markenversprechen gemeinsam bis zum Kunden tragen, entsteht mehr als ein funktionierendes Vertriebsnetz. Es entsteht eine Markengemeinschaft: eine Verbindung, in der die Menschen auf beiden Seiten zu Markenbotschaftern werden und die Marke im täglichen Handeln glaubwürdig erlebbar machen. Wo integrierte Geschäftsmodelle ihre Stärke aus zentraler Steuerung beziehen, entsteht die Stärke dezentraler Vertriebsmodelle aus der Qualität dieser Verbindung.
Die Zusammenarbeit zwischen Marke und Vertriebspartner kann unterschiedliche Qualitäten haben.
Im Mittelpunkt steht der Absatz. Der Partner bringt Produkte und Leistungen der Marke zum Kunden.
Die Marke unterstützt ihre Partner und schafft Angebote, die Zusammenarbeit und Bindung fördern.
Die Zusammenarbeit geht über Vertrieb und Partnerbindung hinaus. Markenunternehmen und selbstständige Unternehmer verstehen ihre Verbindung als gemeinsamen Erfolgsfaktor. Gemeinsame Werte und Ziele geben Orientierung, gleichzeitig bringen beide Seiten ihre eigenen Stärken und Perspektiven ein. Aus Vorgaben wird mehr Dialog. Aus Partnerbetreuung wird gezielte Partnerentwicklung. Aus Information wird Beteiligung und Mitgestaltung. Aus einzelnen Markenbotschaftern entsteht eine durchgängige Markenbotschafter-Kultur. Denn Markenbotschafter gibt es auf beiden Seiten: in der Markenorganisation ebenso wie bei den selbstständigen Partnern und ihren Teams vor Ort. Dabei geht es nicht darum, dass beide Seiten immer dieselben Interessen haben. Entscheidend ist, Unterschiede zu verstehen und die jeweiligen Stärken so miteinander zu verbinden, dass daraus gemeinsamer Erfolg entsteht.
Eine starke Marke macht ihre Partner stärker. Starke Partner machen die Marke stärker.
Die Grundidee ist einfach. Die entscheidenden Fragen dahinter sind es nicht. Was brauchen selbstständige Partner von einer Marke, um langfristig erfolgreich zu sein? Was braucht die Marke von ihren Partnern? Was schafft Vertrauen und Bindung? Wo entstehen Reibungsverluste? Wie viel Führung braucht es, wie viel Mitgestaltung? Und wie gelingt es, zentrale Markenführung mit lokalem Unternehmertum zu verbinden? Wieviel Menschlichkeit braucht es dazu? Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb und Außendienst erleben diese Zusammenarbeit aus einer anderen Perspektive als Händler, Handwerker und Fachunternehmer. Erst zusammen entsteht das ganze Bild. Genau hier setzt die Initiative Markengemeinschaft an.
Die Initiative bringt Markenorganisationen und selbstständige Vertriebspartner auf eine neue Art zusammen. Sie schafft einen branchenübergreifenden Austausch darüber, was erfolgreiche Markengemeinschaften heute ausmacht und was sie in Zukunft leisten müssen. Dabei wollen wir nicht bestätigen, was wir ohnehin schon glauben. Wir wollen herausfinden, was in der Praxis tatsächlich funktioniert.
Wo stimmen die Perspektiven von Marke und Partnern überein, wo unterscheiden sie sich? Welche Faktoren stärken Vertrauen, Bindung und gemeinsamen Markterfolg?
Und welche Erkenntnisse lassen sich über einzelne Unternehmen und Branchen hinaus übertragen? Wofür brennen die Mitarbeiter und später auch die Kunden?
Die Initiative beginnt mit den sogenannten “Expertendialogen”. Die Erkenntnisse daraus werden anonymisiert zusammengeführt und branchenübergreifend betrachtet.
So entsteht Schritt für Schritt eine Wissensbasis:
Zuhören → Perspektiven vergleichen → Muster erkennen → Erfolgsfaktoren ableiten → Wissen teilen → konkrete Ansätze entwickeln
Das Ziel ist eine fundierte Orientierung darüber, was starke Markengemeinschaften erfolgreich macht und wie sich die Zusammenarbeit zwischen Marken und ihren selbstständigen Partnern weiterentwickeln lässt.
Schon heute zeichnen sich Themenfelder ab, die für die Entwicklung von Markengemeinschaften eine wichtige Rolle spielen können. Welche davon tatsächlich entscheidend sind und welche weiteren hinzukommen, soll sich auch aus den Expertendialogen zeigen. Wo sich daraus für ein Unternehmen konkreter Entwicklungsbedarf ergibt, kann die Initiative auf Wunsch bei der weiteren Bearbeitung unterstützen und geeignete Spezialisten einbinden. Diese Unterstützung ist optional. Die Teilnahme am Expertendialog ist mit keiner weiteren Leistung verbunden.
Markengemeinschaft betrifft nicht nur einzelne Unternehmen. Sie berührt eine grundsätzliche Frage: Wie können Marken und selbstständige mittelständische Unternehmer ihre jeweiligen Stärken verbinden und damit auch gegenüber neuen Wettbewerbsmodellen erfolgreich bleiben?
Gemeinsam mit Unternehmen, Verbänden, Innungen, Fachmedien und weiteren Unterstützern möchten wir diese Frage stärker in die wirtschaftliche Diskussion bringen.
Wir begleiten Marke und Partner auf dem Weh zu einer gemeinsamen, erfolgreichen Zukunft.
Wo steht die Markengemeinschaft heute? Wie bewerten Marke und Partner ihre Zusammenarbeit und an welchen Stellen unterscheiden sich die Wahrnehmungen?
Wo wollen Marke und Partner gemeinsam hin? Welche Erwartungen haben beide Seiten und nach welchen Grundsätzen soll die Zusammenarbeit funktionieren?
Eine Markengemeinschaft entsteht nicht durch ein Partnerprogramm. Dialog, Beteiligung, Achtung und Wertschätzung müssen sich auch im täglichen Handeln der Markenorganisation zeigen.
Wie können selbstständige Partner frühzeitig gehört und sinnvoll an relevanten Entwicklungen beteiligt werden, beispielsweise über einen Partnerbeirat?
Die Rolle von Außendienst und regionaler Vertriebsleitung verändert sich: von der klassischen Betreuung hin zur gezielten Entwicklung erfolgreicher Vertriebspartner. Welche Kompetenzen und Strukturen braucht es dafür?
Neue Services, Angebote und Zukunftsthemen werden nicht nur für Partner entwickelt, sondern gemeinsam mit ihnen. So fließt praktisches Markt- und Kundenwissen frühzeitig in die Entwicklung ein.
Wie lässt sich die Stärke einer zentral geführten Marke mit der lokalen Präsenz ihrer Partner verbinden? Ziel ist eine Marktbearbeitung, die Markenqualität mit persönlicher Nähe, Beratung, Service und Vertrauen vor Ort zusammenführt.
Gestalten Sie die Initiative Markengemeinschaft von Beginn an mit und gewinnen Sie gleichzeitig einen neuen Blick auf die Zusammenarbeit zwischen Ihrer Marke und Ihren selbstständigen Partnern.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kostenfrei · ca. 60 Minuten · vertraulich · unverbindlich
Die Initiative Markengemeinschaft ist aus langjähriger Arbeit an der Schnittstelle von Markenführung, kooperativem Marketing, Local Branding und selbstständigen Partnernetzwerken entstanden. Jürgen Ruckdeschel hat die Initiative ins Leben gerufen und führt die Expertendialoge. Als Geschäftsführer der Local Branding Expert Group beschäftigt er sich seit vielen Jahren damit, wie Marken ihre Vertriebspartner vor Ort stärken und wie selbstständige Unternehmer ihre lokale Marktposition weiterentwickeln können.
Sie begleitet die Initiative mit ihrer Erfahrung rund um Marke, Marketing und Partnerorganisationen.
Er bringt seine Expertise in den Bereichen Strategie, Führung und Change Management ein.